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    Muskelkater: Was tun?

    Nach einer körperlichen Anstrengung mit einer hohen Belastung, kann ein Muskelkater auftreten. Normalerweise tritt er mehrere Stunden nach der Tätigkeit auf. Beim Muskelkater fühlen sich die Muskeln hart an und sind äusserst druckempfindlich. Die Schmerzen schränken zudem die Bewegungsfähigkeit ein.

    Früher wurde die Übersäuerung des Muskels durch Milchsäure (Laktat), als Ursache für den Muskelkater angenommen. Dies ist aber nicht der Fall. Man geht heute davon aus, dass es durch die Überlastung zu kleinen Rissen in den Z-Scheiben im Muskelgewebe kommt (Mikrotraumata). Wegen der Risse kann der Muskel durch Eindringen von Wasser anschwellen (Ödeme). Die genauen Ursachen des Muskelkaters sind aber bis heute noch nicht abschliessend erforscht.

    Ein Muskelkater entsteht beim Bremsen von Bewegungen (exzentrische Kontraktion, Bergablaufen, Abfedern) wesentlich öfters, als beim Beschleunigen (Bergauflaufen). Er dauert maximal zehn Tage. Die Schmerzen verschwinden aber schon früher. Ein bis zwei Tagen nach der Belastung sind die Schmerzen am stärksten und gehen dann zurück.

    Was hilft gegen Muskelkater? Wärme hilft auf jeden Fall, wie zum Beispiel ein Besuch in der Sauna, ein heisses Bad oder auch eine wärmende Sportsalbe. Durch Wärme wird die Durchblutung der Muskulatur angeregt und der Heilungsprozess so begünstigt. Einige Leute schwören aber auch auf Kälte. Auch Massagen können helfen. Allerdings muss es eine lockere Massage sein, da sich ansonsten der Muskelkater verschlechtert.

    Muskelkater

    Kann man trotz Muskelkater weiter trainieren oder soll man sich schonen? Bei einem sehr starken Muskelkater sollte man mit dem Training der gleichen Muskulatur warten, bis der Muskelkater abgeklungen oder nur noch leicht spürbar ist. Dies gilt jedoch nur für die betroffene Muskulatur. Man kann in dieser Zeit eine andere Muskelgruppe trainieren.

    Intensives Dehnen nach einer harten Trainingseinheit ist mit Vorsicht zu geniessen. Je intensiver die Belastung war, desto vorsichtiger sollte gedehnt werden. Bei einem akuten Muskelkater sollte man auf keinen Fall dehnen.

    Es gibt verschiedene Massnahmen, um die unangenehmen Beschwerden eines Muskelkaters in einem gewissen Rahmen zu reduzieren. Grundsätzlich sollten intensive Beanspruchungen der betroffenen Muskulatur vermieden werden, damit die beschädigten Muskelstrukturen sich wieder regenerieren können.

    Fazit: Dem Muskelkater durch gezielte Mechanismen vorzubeugen, ist leider kaum möglich. Ratsam ist daher gerade bei ungewohnten Bewegungsausführungen oder nach längerer Trainingspause, die Belastungsintensität entsprechend gering zu halten und in möglichst kleinen Schritten zu steigern.

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