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    Was ist Yoga und was bringt es?

    Yoga ist eine rund 3000 Jahre alte philosophische Lehre mit Ursprung in Indien. Körper, Geist und Seele sollen sich dabei verbinden. Yoga ist weder Religion noch Sport, sondern ein ganzheitliches Übungssystem zur geistigen und körperlichen Gesundheit. Atmung, Meditation und Selbsterkenntnis spielen dabei eine grosse Rolle. Beim heutigen Yoga stehen Asanas, sogenannte Körperübungen im Vordergrund.

    Der Begriff Yoga kann sowohl «Vereinigung» oder «Integration» bedeuten, als auch «Anspannen» des Körpers an die Seele. Da jeder Weg zur Selbsterkenntnis als Yoga bezeichnet werden kann, gibt es im Hinduismus zahlreiche Namen für die verschiedenen Yoga-Wege.

    Dass Yoga gut für Körper und Psyche ist, hat nicht nur mit den Haltungen zu tun, sondern mit der Atmung und den meditativen Elementen, die vor allem dabei helfen, zu entspannen. Wenn man ruhig und tief atmet, schlägt das Herz langsamer und der Blutdruck sinkt. Die Atmung ist dann auch das wesentliche Element im Yoga. Sie hilft zu konzentrieren, zu entspannen und noch tiefer in die Dehnung zu kommen. Ausserdem werden Botenstoffe wie Dopamin ausgeschüttet. Dopamin ist in unserem Körper für Glücksgefühle zuständig. Je nach Übungen, kräftigt Yoga die Muskulatur, inklusive Tiefenmuskulatur. Man wird beweglicher und die Haltung verbessert sich. Menschen die Yoga praktizieren leben häufig bewusster als andere und sind deshalb auch gesünder.

    Yoga

    Zu den klassischen Yogastilen gehören Hatha-, Ashtanga- und Kundalini-Yoga. Es kommen aber auch immer wieder neue dazu. Man schätzt, dass rund 300 Millionen Menschen weltweit Yoga praktizieren. Yoga ist deswegen so beliebt, weil es sehr viele Varianten gibt und für jeden etwas dabei ist.

    Yoga kann helfen Nacken- und Rückenschmerzen zu lindern. Da es stressmindernd wirkt, kann es den Blutdruck senken. Yoga beeinflusst unsere Stimmung positiv und kann deshalb helfen leichte Depressionen, Angstzustände und Stress zu lindern.

    Wie oft in der Woche kann man Yoga praktizieren? Dies ist sehr individuell. Fortgeschrittene praktizieren Yoga zwischen drei und fünf Mal pro Woche.

    Wie lange dauert ein Yoga-Training? Schon 15 bis 20 Minuten haben einen positiven Effekt. Trainiert man Yoga in einer Gruppe, zum Beispiel im Fitnesscenter, dann geht das Training meistens knapp eine Stunde.

    Ist Yoga für alle geeignet? Grundsätzlich ja. Es gibt aber Positionen, welche für Knie oder Hüfte nicht optimal sind. Wenn es schmerzt, sollte man dies respektieren, denn beim Yoga geht es nicht darum Höchstleistungen zu vollbringen.

    Das Besondere an Yoga ist, dass es über die theoretische Vermittlung von Weisheit hinaus geht und die praktische Erfahrung des Schülers (Yogi) in den Mittelpunkt stellt. Auch wenn die Übungen steter Veränderung unterworfen sind, so ist der Zweck des Yoga doch immer gleich gebliebenen: Die Menschen von physischen und psychischen Leiden zu befreien. Am 1. Dezember 2016 wurde Yoga als immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO anerkannt.

    Yoga ist 1% Theorie und 99% Praxis: Also, ab auf die Matte!

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